die Maya-Kalender

(Autor: Roland Gmünder / Last Update – 27.12.2013)

Zeit ist mehr …

Stell Dir vor, die Zeit wäre mehr als bloss die 4. Dimension mit ihren messbaren Einheiten – die Zeit könnte mehr als die Bewegung im Raum darstellen.

Für die Maya war die Zeit viel mehr: jede Einheit der Zeit – im Kleinen, sowie im Grossen – hatte ihre bestimmten Eigenschaften und Qualitäten. Die Maya erkannten die Strukturen, in denen die Zeit aufgebaut ist, und machten sich diese zu Nutze, indem sie sich voll und ganz auf sie einliessen.

Die Maya waren unbestritten die Meister der Zeit. Mit ihrem Vigesimal-System (20-er System, entstanden durch die Verwendungen von Fingern und Zehen), konnten sie nicht nur die 4. Dimension entschlüsseln, sondern auch astronomische und galaktische Zyklen errechnen, deren Genauigkeit heute sämtliche Wissenschaftler vor die Frage stellt, wie sie das wohl geschafft haben.

Die Antwort darauf liegt womöglich darin, dass die Kultur der Maya nach den Gesetzen der Zeit lebte und ein erstaunlich hohes Mass an Harmonie und Freude hervorbrachte. Die Pyramiden und Steinglyphen erwecken heute noch Ehrfurcht und zeigen die Grösse dieser Zivilisation.


Hintergrundwissen über das Wesen der Zeit

Alle Erdenzyklen werden von Zeit-Programmen (auch 4.-dimensionale Zeit genannt) gesteuert. Der Steuerungsschlüssel ist bekannt, er ist kodiert durch ein 260-er Modul – bei den Mayas TZOLKIN genannt. Dieses 260-er Modulprogramm ist fraktal und nicht linear zu verstehen, das heißt, eine Einheit, ein KIN (so werden die 260 Teilaspekte = Kosmische Tore bezeichnet) kann die spezielle Energie für einen Tag oder eine größere, lineare Zeiteinheit sein. Die kleinste Einheit ist die Tageszählung.

Das eigentlich Neue ist das Verständnis fraktaler Muster. Im Kleinen zeigt sich auch das Größere. In einer Tagesenergie sind mehrere Fraktale enthalten. Drei Hauptzyklen der Linearen Zeit haben die letzte Erdepoche gekennzeichnet. Der 26’000 Jahre umfassende Platonische Erdzyklus ist ebenso in 260 Fraktale unterteilt wie der 5’200 Jahre währende Babylonische Zyklus. Die letzten 260 Jahre von 1753 bis 2012 bringen ebenso nochmals die Welle der 260 fraktalen Energien. Auch die kleinste der Einheiten, die Tagesenergie, wird von jeweils einer dieser fraktalen Kräfte bestimmt.


Die Maya-Kalender

Die Maya Kultur entwickelte ein ziemlich kniffliges System zur Zeitmessung. Sie konzipierten sogar verschiedene Systeme und einige Variationen innerhalb dieser Kalenderberechnungen.


Der Haab

Der Haab Kalender beinhaltet 18 Monate zu je 20 Tagen plus 5 weitere Tage (19. Monat). Jede Woche hat 5 Tage. Insgesamt hat das Jahr somit 73 Wochen. Die Tageszahlen beginnen bei 0 und enden mit 19.

Der Haab Kalender beginnt nach unserem gregorianischen Kalender am 26. Juli. Das ist also der Maya Neujahrestag.



Der Tzolkin

Der Tzolkin ist das Herzstück der verschiedenen von den Maya verwendeten Kalender. Er besteht aus einer Kombination von 20 Siegeln und 13 Tönen. Pro Tag gilt eine Ton-Siegel-Kombination oder auch KIN genannt. Dies geht zurück auf die Bezeichnung unserer Sonne als Kinich Ahau, die die lebenswichtigen Informationen und Energien ausstrahlt - verschlüsselt in einem KIN. Kombiniert man die 13 Töne mit den 20 Siegeln, so ergeben sich 260 Kombinationen, die KIN.

Die 20 Siegel haben dabei ihre körperliche Entsprechung in den 20 Fingern und Zehen.

Die 13 Töne entsprechen den 13 Hauptgelenken. Jedes Siegel und jeder Ton stehen für eine bestimmte Qualität und noch heute nutzen die Quiché Maya den Tzolkin zur Charakterisierung Neugeborener. Des weiteren eignet sich der Tzolkin zur Bestimmung des Geburtstermins. Nach dem Tag der letzten Blutung dauert eine Schwangerschaft noch etwa eine Tzolkinrunde.



Die Kalenderrunde

Um ein konkretes Datum genau zu benennen, verwendeten die Mayas meist beide Kalenderangaben. Aus der Kombination von Haab- und Tzolkin-Daten ergibt sich jedoch nur ein relativ kurzer Zeitraum, in dem sich ein bestimmter Tag eindeutig bezeichnen lässt.

Das kleinste gemeinsame Vielfache von 365 (Anzahl der Tage im Haab) und 260 (Anzahl der Tage im Tzolkin) beträgt 18.980. Das heißt, nach dieser Anzahl von Tagen wiederholt sich zum ersten Mal ein mittels beider Kalender bestimmtes Datum.

Der Zyklus von 18.980 Tagen, was ungefähr 52 Sonnenjahren entspricht, wird daher als Kalenderrunde der Mayas bezeichnet.


Lange Zählung

Die Tatsache, dass sich mit Hilfe von Haab und Tzolkin Daten nur in einem Zeitraum von 52 Jahren exakt bestimmen lassen, ließ es nicht zu, Daten innerhalb größerer Zeiträume eindeutig zu bezeichnen. Dieses Problem überwanden die Mayas, indem sie sich eines dritten Systems bedienten – der so genannten Langen Zählung. Auch hierbei handelte es sich um das Zählen von Tagen. Diese dritte Zählung versetzte die Mayas in die Lage, innerhalb einer Periode von 1.872.000 Tagen (rund 5.125 Jahren), jeden einzelnen Tag eindeutig benennen zu können. Das ermöglichte ihnen Aufzeichnungen zu längeren, geschichtlichen Zeiträumen und astronomische Berechnungen.


der 13 Monde-Kalender

Der 13 Monde-Kalender besitzt 13 Monate zu jeweils 28 Tagen (im Gegensatz zu unserem gregorianischen Kalender, der ungleiche MonatslLängen hat: 31 Tage, 28/29 oder 30).

In jedem Jahr bleibt der 13 Mond Kalender konstant. NeujahrsTag, der erste Tag des 1. Mondes, wird immer am 26. July (26.7.) sein. Dieser Tag korrespondiert mit dem gleichzeitigen Aufgehen der Sonne zusammen mit dem Aufgang des grossen Sterns Sirius.. Mit diesem Event vereint der 13 Mond Kalender die SonnenKultur mit der MondKultur mit der grösseren galaktischen Kultur.


der Maya-Kalender – wie funktioniert er?



2012 - Die Maya Kalender – Haab, Tzolkin und “lange Zählung”


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